Habbel GmbH

Habbel Logo horizontal
image

ZMI-Newsletter vom 3.3.2024 – Warnung vor Sozialstaatskollaps

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Ökonomen warnen vor Kollaps des Sozialstaates nach 2030)  aus dem Internet für Bürgermeister:innen und Kommunalpolitiker:innen. 

zmiheader_4_copy-5

Ökonomen warnen vor Kollaps des Sozialstaats nach 2030

Eine Studie sagt den Zusammenbruch des Sozialstaats und der Sozialen Marktwirtschaft voraus, wenn in der kommenden Legislaturperiode keine große Sozialreform gelingt. Was konkret dazugehört, was Experten fordern.

Pistorius: Bundesländer sollen Bauvorhaben für die Bundeswehr beschleunigen

Um das Ziel der Kriegstüchtigkeit zu erreichen, müssten Kasernen, Militärflugplätze oder Munitionslager deutlich schneller modernisiert werden, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit den Bauministerinnen und- Ministern der Länder in Berlin. Der Investitionsstau für Infrastrukturprojekte der Bundeswehr belaufe sich inzwischen auf 24 Milliarden Euro.

Pistorius schlägt in einem sogenannten „Aktionsplan Infrastruktur“ vor, dass die Bundesländer militärische Bauprojekte künftig priorisieren. Außerdem sollen Genehmigungsverfahren bundesweit vereinheitlicht und die Bauverwaltungen der Länder entlastet werden. (Diese Nachricht wurde am 26.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet)

Dazu gibt es auch ein entsprechendes Positionspapier „Bundeswehr und Zeitenwende: Standortkommunen fordern bestmögliche Infrastruktur“ des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Kommunalbeziehungen Deutschland – Ukraine

Städtepartnerschaften, Dreieckspartnerschaften, Betreiberpartnerschaften, Solidaritätspartnerschaften: Immer mehr deutsche Kommunen und kommunale Unternehmen unterhalten und pflegen partnerschaftliche Beziehungen in die Ukraine. Eine interaktive Karte bietet eine Übersicht über alle 200 deutsch-ukrainischen Kommunalbeziehungen.

So ergeht es ukrainischen Geflüchteten am hessischen Arbeitsmarkt

Etwa 81.000 Geflüchtete aus der Ukraine lebten Ende November 2023 in Hessen. Viele von ihnen verfügen über einen akademischen Abschluss oder eine berufliche Ausbildung. Dennoch stoßen sie auf viele Hindernisse, wenn sie auf der Suche nach einem Arbeitsplatz in Hessen sind.

Deutschlands erste Drohnen-Airline hebt ab

Die Maschine im Industriebetrieb steht still, ein Ersatzteil fehlt. Ein Kurier wird in den Stau geschickt. Es dauert. Das war gestern – seit heute übernimmt Drohne „Auriol“ den Transport, Flugzeit wenige Minuten!

Schweiz will bei Strommangel Websites und Mobilfunk runterfahren

Die Schweizer Regierung hat ihre Pläne für eine Krise der Stromversorgung vorgestellt. Das Mobilfunknetz soll gedrosselt und Websites abgeschaltet werden.

Podcast City-Transformer Episode 33 – mit Friedrich Fuß, CDO Bonn

Eine neue Folge in der Podcast-Serie City-Transformer ist mit Friedrich Fuß, CDO Bonn über KI in der Verwaltung, fehlende Fachkräfte und warum Leuchttürme nicht so wichtig sind, erschienen. Viel Spaß beim Zuhören. Dazu gibt es auch ein Transkript.

Kooperationen zwischen GovTech-Start-ups und der öffentlichen Verwaltung

Alltäglich nutzen private Endverbraucher:innen innovative Lösungen, die von Start-ups entwickelt wurden, sei es für die Buchung des nächsten Urlaubs, die Übersetzung von Texten oder das Erlernen von Fremdsprachen. Diese Angebote demons- trieren die Innovationskraft von Start-ups für Endverbraucher:in- nen. Dieses Innovationspotenzial beschränkt sich jedoch nicht auf Lösungen, die den privaten Konsum oder Unternehmen betreffen, auch öffentliche Verwaltungen können davon profi- tieren. Unter der Bezeichnung GovTech haben Start-ups in den vergangenen Jahren Lösungen entwickelt, die der Verwaltung helfen, digitaler und moderner zu arbeiten. Das Kompetenzzentrum Öffentliche ITFraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS hat dazu ein Papier herausgegeben.

Wissen kompakt um 2 am 7. März 2024 KGSt®-Strategiekarten im praktischen Einsatz: Einfach, schnell und systematisch zur eigenen Strategie

Wie kann der Erfolg einer Kommunalverwaltung sichergestellt werden? Das operative Management allein reicht nicht aus. Es bedarf eines klaren Rahmens und strategischer Potenziale, um nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten. Doch welche sind die richtigen strategischen Fragen? Wie können diese effektiv geklärt werden? Die KGSt bietet seit Jahrzehnten Unterstützung durch praxiserprobte Handlungsempfehlungen, Modelle und Verfahren. Die KGSt®-Leitfragen des strategischen Managements, basierend auf den KGSt®-Zielfeldern sowie die Produktkritik bilden die Grundlage dafür.

Strategisches Management ist ein Kernthema der KGSt, jedoch in der kommunalen Praxis nicht immer einfach umzusetzen. Trotz zunehmender Bedeutung strategischer Überlegungen in Kommunen stoßen viele auf Hürden. Gemeinsam können wir die oft gehörten Aussagen wie „Strategie macht bei uns Amt XY/Gesellschaft XY …“, „Strategie bringt nichts …“ oder „Wir haben eine Strategie – sie wird nur nicht gelebt …“ überwinden. Wir kennen die Herausforderungen und helfen Ihnen dabei, die Strategiearbeit erfolgreich mit konkreten Anbindungen an Entscheidungsprozesse zu gestalten.

Die KGSt®-Strategiekarten bieten einen praktischen Einstieg in das komplexe Thema. Machen Sie Ihre strategischen Überlegungen greifbar und entwickeln Sie Interesse sowie Sensibilität für das Thema. Diskutieren Sie strategisch – wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum Erfolg! Entdecken Sie gemeinsam mit uns in dieser Websession die KGSt-Strategiekarten. Sie schaffen einfach und strukturiert Klarheit über Ziele, ermitteln Erfolgsfaktoren und zeigen strategische Zusammenhänge auf.

Die Strategiekarten wurden von Arne Schneider zusammengestellt, der über langjährige Führungserfahrung in der Kommunal- und Ministerialverwaltung verfügt. Als Stadtkämmerer hat er vor einigen Jahren zum Smartphone gegriffen und den Film KREATIVE KOMMUNE über die Elemente der strategischen Steuerung einer Kommunalverwaltung gedreht.

Mehr Infos und Anmeldung  gibt es hier.

Scholz im Bürgerdialog: Bundesregierung bald auf TikTok?

In Dresden stellt der Kanzler sich Bürgerfragen. Dabei geht es um Innen- und Außenpolitisches – aber auch darum, ob die Bundesregierung sich einen TikTok-Auftritt zulegen sollte.

Wie ein kleines kaputtes Rohr den deutschen Windkraftausbau zum Erliegen bringt

Der derzeit mächtigste Windkraft-Gegner in Deutschland ist kein Verband, keine Bürgerversammlung und keine Regierung – sondern ein marodes Rohr zwischen Bremen und Bremerhaven. Bis Ende März ist die Autobahn 27 gesperrt – und verhindert den Transport von mehr als 300 Rotorblättern. Der Windkraftausbau liegt dank des kaputten Rohres brach.

Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden

DST: „Steuerausfälle deutlich reduziert“ – Investitionsfähigkeit nicht verbessert

DStGB: Aus Stadt und Land wird Plus

DLT: Möglichst schnell in reguläre Arbeit

GStBRLP: Gemeinde und Stadt Februar 2024

HST: Hessischer Städtetag erneut Kooperationspartner des Hessischen Kämmerertags

SHGT: „Unser sauberes Schleswig-Holstein“ am 9. März 2024

StGBB: Stabile Grundsteuer im Land Brandenburg: Städte und Gemeinden halten Wort

NWStGB: Linksammlung des BMWK zum Gebäudeenergiegesetz

SGTST: Bundesländer einigen sich auf Mindeststandards für Bezahlkarte

StGTMV: Modernisierung der Kommunalverfassung muss Ehrenamt stärken!

StVSH: Aktion „Unser sauberes Schleswig-Holstein“

Kopf der Woche: Rico Badenschier, Oberbürgermeister der Stadt Schwerin

Buch der Woche: Die Finanzierung unserer Zukunft: Wie wir mit einer digitalen Parallelwährung die Welt retten, unsere Gemeingüter finanzieren und die Nachhaltigkeitsziele erreichen von Stefan Brunnhuber

Das Geldsystem ist das unverzichtbare fehlende Glied in der Nachhaltigkeitsdebatte und die Frage, ob das derzeitige Finanzsystem diese neuen Anforderungen erfüllen kann. Bislang wurden die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) hauptsächlich entweder durch den privaten Sektor, durch herkömmliche Steuern und Gebühren des öffentlichen Sektors oder durch philanthropisches Engagement finanziert. Wenn man davon ausgeht, dass in den verbleibenden 10 bis 15 Jahren jährlich 4 bis 5 Billionen Dollar benötigt werden, um unsere Zukunft zu finanzieren, sind diese konventionellen Finanzierungsquellen sowohl in Bezug auf den Umfang als auch auf die Geschwindigkeit der Finanzierung unzureichend. Darüber hinaus zwingt die inhärente Instabilität unseres Finanzsystems die Weltgemeinschaft dazu, sich in erster Linie auf die Reparatur und Stabilisierung des bestehenden Systems zu konzentrieren.

Die Entwicklung von Kryptowährungen unter Verwendung von Distributed-Ledger-Technologien (hauptsächlich Blockchain) hat führende Zentralbanken dazu veranlasst, die mögliche Anwendung dieses Ansatzes zur unabhängigen Schaffung von Kaufkraft zu untersuchen. In diesem Sinne bietet dieses Buch einen neuen Ansatz, nämlich die Einführung einer parallelen elektronischen Währung, die speziell für die Finanzierung globaler Gemeinschaftsgüter und die Bereitstellung der für die Verwirklichung der SDGs erforderlichen Ressourcen konzipiert ist. Darüber hinaus würde dieser Mechanismus eine stabilisierende Wirkung auf das bestehende Währungssystem haben.

+++Denken Sie beim Kauf von Büchern an den örtlichen Buchhandel+++

Webseite der Woche: https://www.gutes-aufwachsen-mit-medien.de

Zahl der Woche: 23 % der 16- bis 74-Jährigen kaufen Lebensmittel oder Kosmetika online (Quelle: deStatis)

Tweet der Woche: Thorsten Wozniak Erster Bürgermeister der Stadt Gerolzhofen

Umweltfreundliche Wärmeversorgung in der Altstadt: Wir wollen unsere Bewohner:innen unserer Altstadt bei dem Ziel unterstützen, eine regenerative und regionale Energieversorgung aufzubauen. Den Fragebogen gibt es digital: https://datenerfassung.ifeam.de/180-jie7e/

Zu guter Letzt: Brüssel feiert 100 Jahre Surrealismus mit zwei großen Ausstellungen

Bild von Julita auf Pixabay

++++

++++

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier. 

Der ZMI kann kostenlos hier abonniert werden.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

Weitere Artikel

Nachrichten und Kommentare zur Modernisierung und Digitalisierung des Public Sectors. Pointiert – Informativ – der Zukunft gewidmet. Wir müssen unsere politischen Strukturen reformieren.