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14 Städte nehmen am Wettbewerb „Digitale Stadt“ teil

Die Teilnehmer am Wettbewerb „Digitale Stadt“ des Digitalverbands Bitkom und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) stehen fest: Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 15. März 2017 sind beim Bitkom die Bewerbungen von 14 Städten eingegangen. Darunter befinden sich Städte aus dem gesamten Bundesgebiet. Bewerben konnten sich mittelgroße Städte mit rund 100.000 bis 150.000 Einwohnern.

„Die Resonanz der Städte auf den Wettbewerb ist überwältigend“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die digitale Stadterneuerung steht in vielen Kommunen ganz oben auf der Agenda. Der Wettbewerb von Bitkom und DStGB gibt wichtige Impulse, um die Modernisierung voranzutreiben.“ Die Gewinnerstadt soll von den Projektpartnern aus der Digitalwirtschaft mit neuesten digitalen Infrastrukturen und Anwendungen ausgestattet werden, um damit Herausforderungen wie Verkehrsprobleme, Umweltverschmutzung, Energieverschwendung oder Engpässe in der Gesundheitsversorgung praktisch anzugehen. Rohleder: „Unser Ziel ist der Aufbau einer digitalen Modellstadt, die anderen Ballungszentren im In- und Ausland als Vorbild bei eigenen Digitalisierungsprojekten dienen kann.“ Beworben haben sich die Städte Bergisch Gladbach, Bremerhaven, Cottbus, Darmstadt, Göttingen, Gütersloh, Heidelberg, Jena, Kaiserslautern, Konstanz, Ludwigsburg, Paderborn, Ratingen und Wolfsburg.

Für die Bewerbung haben die Bürgermeister ihre Vision einer digitalen Stadt entworfen. Dabei beschreiben sie, welche Lösungen sie sich für ihre Stadt in den Bereichen Energie, Verkehr, öffentliche Verwaltung, Gesundheit, Bildung, Handel, Sicherheit und Gesellschaft wünschen. Zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung ist die Unterstützung von weiteren Akteuren vor Ort, zum Beispiel der lokalen Wirtschaft, den kommunalen Versorgungsbetrieben oder Kultur- und Bildungseinrichtungen. „Der Aufbau einer digitalen Stadt funktioniert nur, wenn die Bürgerschaft geschlossen hinter dem Projekt steht“, betonte Rohleder. Nicht zuletzt sollten die Städte bei ihrer Bewerbung einen Vorschlag machen, wie das Projekt vor Ort aus ihrer Sicht am besten gesteuert werden könnte. Damit soll gewährleistet werden, dass die Verantwortlichen in der Gewinnerstadt frühzeitig in die Planung und Umsetzung des Projekts eingebunden sind. Rohleder: „Mit ihrer Bewerbung haben die Städte schon jetzt gezeigt, dass sie zu den Vorreitern der digitalen Stadtentwicklung in Deutschland gehören – unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs.“

An der Realisierung des Projekts sind neben dem Bitkom und dem DStGB zahlreiche Unternehmen der Digitalwirtschaft beteiligt. Die Unternehmen haben bislang Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Damit sollen unter anderem ein leistungsfähiges Breitbandnetz, innovative Lösungen für den lokalen Handel, Systeme für die Verkehrssteuerung oder Anwendungen für das Gesundheitswesen realisiert werden. Im nächsten Schritt werden die Bewerbungen gesichtet und bis zum 31. März 2017 eine Shortlist mit Städten erstellt, die in die engere Auswahl kommen. Die Gewinnerstadt wird im Juni 2017 beim Nationalen Digitalgipfel bekanntgegeben. Die ersten Anwendungen sollen schon im Jahr 2018 in Betrieb gehen.

Folgende Unternehmen sind Projektpartner des Wettbewerbs Digitale Stadt: Deutsche Telekom, Hewlett Packard Enterprise, SAP, Software AG, Vodafone, Autodesk, Deutsche Bahn AG, DJI, DocMorris, DPD Dynamic Parcel Distribution, eluminocity, eBay, eluminocity, embeteco, Kathrein, Little Bird, m.Doc, nebenan.de, PTV Group, Roland Berger, Samsung, Speed4Trade, vitaphone.

Weitere Informationen zum Wettbewerb hier.

Franz-Reinhard Habbel

Ich bin DStGB-Sprecher und Leiter des Innovators Club, halte Vorträge und schreibe über Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat durch Digitalisierung, Globalisierung und Urbanisierung.

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