RAUS AUS DEM ALLTAG: Kommunen in Baden-Württemberg nutzen das Innovationspotenzial von Startups

Archivbild Erste Startup-Kommunen Veranstaltung in Stuttgart | Foto: Gemeindetag BW


„Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück“. Man kann gar nicht quer genug denken, will man dem Neuen eine Chance geben. Das gilt auch für die Verwaltung. Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr treffen sich in wenigen Tagen am 24. Januar zum zweiten Mal unter dem Dach der Zukunftsinitiative „Städte und Gemeinden 4.0-Future communities“ Kommunen und Startups beim Gemeindetag Baden-Württemberg in Stuttgart.

Das Interesse am Austausch mit Querdenkern ist groß, insgesamt 40 Anmeldungen sind von Kommunen eingegangen. Das ist nicht verwunderlich, sowohl Kommunen als auch Startups hegen große Erwartungen an einen Austausch. Mehr als 30 konkrete Projekte sind nach der Erstveranstaltung bisher vereinbart, eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel. Hier zeigt sich, wie junge Unternehmen Anwendungen und Verfahren jenseits von Rechenzentren und Fachverfahrenshersteller in Städten und Gemeinden auf den Weg bringen. Kommunen positionieren sich mit zukunftsorientierten Dienstleistungen.

„Profiteure sind Bürgerinnen, Bürger, Wirtschaft und die Verwaltung selbst“

Profiteure sind Bürgerinnen, Bürger, Wirtschaft und die Verwaltung selbst. „Gemeinsam mit Kommunen und Querdenkern aus der Startup-Szene kommunale Herausforderungen in ausgewählten Themenfeldern wie Mobilität, Infrastruktur, Bildung oder Umwelt herauszuarbeiten und neue Wege zur Begegnung dieser Herausforderungen zu finden“, ist der Anspruch der Stabsstelle Digitalisierung des Kommunalverbandes in Baden-Württemberg. Christiane Staab, Bürgermeisterin der Stadt Walldorf und Thomas Lindner, Geschäftsführer der InnoWerft Technologie- und Gründerzentrum Walldorf Stiftung GmbH halten die Keynote „Schluss mit Eintagsfliegen! Wie Startups in Walldorf nachhaltig unterstützt werden“. Nicht lamentieren und klagen, sondern einfach machen. Das wird sich auch bei diesem Treffen zeigen. „Vieles erscheint immer unmöglich, bis es getan wird.“

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 19.1.2020

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Abruf von Fördergeldern) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 19. Januar 2020 geht es um den Abruf von Fördergeldern, die Aufnahmebereitschaft libyscher Flüchtlinge, den Kohleausstieg, Erneuerbare Energien in Haßfurt, Wohnen und Arbeiten fernab der Großstädte, Stuttgart 21 und der Artenschutz, Kommunen und Startups in Baden-Württemberg, Startups in Frankreich, einen autonom fahrender Bus in Osnabrück, Verkehrspolitik in Kopenhagen, Recht auf Mobilfunk, die Lage des Einzelhandels, Fotografen-Paßbilder in Bürgerämtern, den Digitalreport 2020, seniorenfreundliche Regionen, Verbot von Gesichtserkennung, den Digitalpakt und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.  

Kopf der Woche: Ozan Iyibas ist erster muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat

Buch der Woche: Reframe it!: 42 Werkzeuge und ein Modell, mit denen Sie Komplexität meistern“ von Andri Hinnen und Gieri Hinnen

Webseite der Woche: World Economic Forum Annual Meeting

Zahl der Woche: 1,1 Mio Abonnenten hat die Bundeskanzlerin bei Instagram

Tweet der Woche: MHKBG NRW

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuelle diese Woche:

Digitalpakt steht noch am Anfang

Digitalpakt Schule: Erste Gelder für IT-Ausstattung fließen

Digitaler Marktplatz im Big Eppel

Dietrich-Bonhoeffer-Schulverbund ist reif für den Digitalpakt

Zu guter Letzt: Deshalb gibt es in Genf Verkehrsschilder mit Frauen und Älteren

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Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 12.1.2020

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Bürgermeister in Angst/Stumme Behörden) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 12. Januar 2020 geht es um Beschlüsse der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Kloster Seeon, Bürgermeister in Angst, Beruhigungspillen gegen Systemzweifel, Stumme Behörden, Jahrestagung des Beamtenbundes, Amazon-Läden in Fußgängerzonen, Vernetzte Autos in Niedersachsen, Digitalisierung in der Stadt München, Gaskraftwerke in der Schweiz, Verkehrssicherheit in Norwegen, Musikstreams in Deutschland, Airbnb, den Digitalpakt und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.  

Kopf der Woche: Dr. Ole Wintermann, Bertelsmann-Stiftung

Buch der Woche: Das Ende des Alterns: Die revolutionäre Medizin von morgen“ von Prof. Dr. David A. Sinclair

Webseite der Woche: www.initiatived21.de

Zahl der Woche: 81 % der Pendler/-innen haben einen Arbeitsweg von weniger als 25 km (Quelle: destatis)

Tweet der Woche: Alexander Heppe, Bürgermeister der Stadt Eschwege

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuelle diese Woche:

Schulen in Leipzig fit für die Zukunft machen

LEARNTEC macht digitale Schule erlebbar

Digitalisierung an Schulen — wo steht Viersen?

Iserlohn stehen rund 3,734 Millionen Euro aus dem „DigitalPakt Schule“ des Bundes zu.

Zu guter Letzt: The rise of 21st-century unions

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Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 5.1.2020

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Bilanzpressekonferenz des DStGB/Windenergie/Anwohnerparken/Regierungsprogramm Österreich) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 5. Januar 2020 geht es um die Bilanzpressekonferenz des DStGB, Entschädigungen für Bürger bei der Energiewende, Mobilität in den Innenstädten, den Koalitionsvertrag in Österreich, die Krise der Kaufhäuser, Behördendienste in Estland, Staumeldungen im Deutschlandfunk, die Digitalisierung des Gesundheitswesen, den Jahresrückblick Digitalisierung des Gemeindetages Baden-Württemberg, Datenschutz und Twitter, Unfälle bei Gewitter, den 3-Druck von Häusern, die Alterseinsamkeit, Urbane Gärten, Nähe zur Natur, Nahversorgung auf dem Land, den Genderdoppelpunkt in Lübeck, die Grundbucheinsicht in Baden-Württemberg den Digitalpakt und KI und Kommunen. 

Kopf der Woche: Dr. Uwe Brandl, Bürgermeister der Stadt Abensberg

Buch der Woche: Die große Entzauberung: Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ von Tobias Haberl

Webseite der Woche: https://www.adfc.de 

Zahl der Woche: 90 Prozent der Kommunen haben derzeit noch keine Strategie zur Digitalisierung (Quelle: DStGB)

Tweet der Woche: Landkreistag

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuelle diese Woche:

6,6 Millionen Euro für Digitalpakt Schule in Mainz-Bingen

Digitalpakt im St. Wendeler Land:Landkreis organisiert den Digitalpakt

Was gut, was überraschend und was extrem zäh lief

Zu guter Letzt: „Dann verschwimmt die Grenze zwischen Beruf und Privatleben“

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Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Viel Digitalisierung im Koalitionsvertrag der Österreichischen Regierung

Mit Spannung wurde auf den Koalitionsvertrag der neuen Regierung in Österreich gewartet. Jetzt ist er da. Das erste schwarz-grüne Bündnis auf nationaler Ebene in Europa steht nach wochenlangen Beratungen zwischen der Neuen Volkspartei und den Grünen. Wie sieht es mit dem Thema Digitalisierung im Regierungsprogramm 2020-2024 aus? Was nimmt sich Österreich vor, ein Land, das im E-Government zur Spitzengruppe in Europa zählt? Woran könnte sich Deutschland ein Beispiel nehmen? Ein erster Blick in das neue Regierungsprogramm zeigt, „es ist viel Digitalisierung“ drin, auch wenn die Digitalisierung erst am Schluss in einem eigenen Kapitel aufgegriffen wird. Schwerpunkte der Digitalisierung finden sich neben der Modernisierung der Verwaltung insbesondere in den Bereichen Mobilität und Bildung.

Die neue Regierung bekennt sich zu dem Ziel, Österreich zu einer der führenden Digitalregionen innerhalb der Europäischen Union zu machen. Jede Österreicherin und jeder Österreicher sollen die Vorteile der Digitalisierung in allen Lebensbereichen möglichst eigenverantwortlich, transparent und erfolgreich nutzen können. Die Grundlage für diesen Fortschritt bildet eine flächendeckende, technologieneutrale Breitband-Versorgung in ganz Österreich. Auch die 5G-Vorreiterrolle soll weiter ausgebaut werden. Besonders genannt werden hier autonomes Fahren und Internet of Things.

Neues im E-Government

 Die digitale Verwaltung soll weiter ausgebaut werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen sollen nach Möglichkeit Amtsgeschäfte digital abwickeln können. Ziel ist eine durchgängige digitale Abwicklung (von der Einbringung bis zum Bescheid). Das „Digitale Amt“ und oesterreich.gv.at sollen zu zentralen Plattformen für die Interaktion von Bürgerinnen und Bürger mit der Verwaltung ausgebaut werden. Im Focus steht auch unter dem Aspekt persönlicher Datensouveränität die Schaffung eines persönlichen Bürgerkontos, das den Österreicherinnen und Österreicher die einfache, rasche und sichere Erledigung von häufigen Behördenwegen ermöglicht sowie auf einen Blick ersichtlich macht, welche Daten der Staat von ihnen gespeichert hat. Die Angebote sollen schrittweise mehrsprachlich angeboten werden. Wichtige Ausweise wie u.a. der Führerschein, der Zulassungsschein und der Personalausweis sollen in das Digitale Amt integriert werden. Weitere Verfahren wie Verlustmeldung von Dokumenten, Strafregisterauszug, Digitale Vignette sowie partizipativer Instrumente sollen folgen. Schon heute ist die An- oder Ummeldung des Wohnsitzes per App möglich, wie dies eindrucksvoll dem Präsidium des Gemeindetages Baden-Württemberg im Rahmen einer Delegationsreise in Wien im November 2019 demonstriert wurde. Im Gegensatz zu Deutschland verfügt die Alpenrepublik über ein zentrales Melderegister, was vieles vereinfacht.

Ausgebaut werden soll die sichere Zustellung elektronischer Behördenkommunikation durch „E-Zustellung“ auf freiwilliger Basis. Die Einführung einer E-ID soll auch die Nutzung im privaten Bereich, basierend auf einem umfassenden datenschutzrechtlichen Konzept, umfassen.

Um die Digitalisierung in der Verwaltung voranzutreiben wird eine Verpflichtung zur digitalen Kommunikation der Verwaltungsorgane des Bundes untereinander eingeführt. Dort, wo es inhaltlich sinnvoll erscheint und es ausschreibekonform möglich ist, soll eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Post angestrebt werden. Länder und Gemeinden sollen bestmöglich eingebunden werden.

Aufbau einer Landesweite Ö-Cloud

Eingeführt werden sollen eine Ö-Cloud und damit die Schaffung eines nationalen Netzwerks an Servern, auf dem Nutzerinnen und Nutzer in Österreich ihre Daten benutzerfreundlich in der Cloud abspeichern können.

Entsprechend dem von der EU geforderten Once-Only-Prinzips sollen alle relevante Daten bei Verwaltungsbehörden von Bürgerinnen und Bürgern und von Unternehmen nur einmal bereitgestellt werden müssen und ab dann bei unterschiedlichen Behördenwegen automatisiert abrufbar sein, wobei das Prinzip der bereichsspezifischen Trennung der Bürgerdaten aufrechtzuerhalten ist. Neue Gesetze unterliegen künftig einem Digital-Check. Wo immer möglich, sollen Verwaltungsprozesse, die aus neuen Gesetzen entstehen, digital – wenn möglich auch automatisiert – vollzogen werden können. Was die antragslose Verwaltung und damit die Automatisierung von Anträgen und Bewilligungen betrifft, will man weitere Pilotprojekte auf den Weg bringen. Gute Erfahrungen hat Österreich ja bereits mit der antragslosen Familienbeihilfe (in Deutschland vergleichbar mit dem Kindergeld) gemacht. Das Bundesrechenzentrum soll künftig CO-2-neutral betrieben werden. Geschaffen wird auch ein Digitalrat als High-Level-Beratungsgremium der Bundesregierung und der Landesregierungen. Die Kompetenzen der Digitalisierungsagentur sollen weiter ausgebaut werden. Ähnlich dem Strategischen Führungslehrgang des Bundes soll ein „Digital Leadership“ Lehrgang geschaffen werden. Das Unternehmensserviceportal soll zu einer umfassenden Plattform für die Interaktion zwischen Unternehmen und Verwaltung inklusive Förderansuchen ausgebaut werden. Vorgesehen ist auch ein Register- und Systemverbund für Daten der Verwaltung, um die Transparenz für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Offene Daten werden als Chance für mehr Transparenz gesehen. Nicht personalisierte Daten des Bundes sollen nach dem Prinzip Open by Default offen zugänglich sein. Basierend auf dem Open Data Screening 2017 erstellt die Bundesregierung einen Maßnahmenplan, um die Verwaltungstransparenz anzuheben. Unterstützungsangebote sollen auch für die Gemeinden erarbeitet werden. Geprüft wird der Beitrag zu der Initiative Open Government Partnership. Weiter heißt es in dem Vertragswerk, dass Möglichkeiten für Unternehmen geschaffen werden sollen, ihre Daten (anonymisiert) miteinander auf freiwilliger Basis teilen zu können.

Österreich will die Schulbildung digitalisieren

Für jede Schülerin und jeden Schüler in der Sekundarstufe I werden digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt. Schrittweise werden Schülerinnen und Schüler ab der 5. Schulstufe mit digitalen Endgeräten ausgestattet. Die Geräte können neben dem Unterricht auch außerhalb der Schule – den lokalen und persönlichen Bedürfnissen entsprechend – verwendet werden. Die Vergabe soll an die Qualität schulbezogener Digitalisierungskonzepte gekoppelt werden. Für die digitalen Endgeräte ist ein privater Finanzierungsanteil, allerdings sozial abgefedert, vorzusehen. Die Praxisschulen der Pädagogischen Hochschule werden als digitale Pilotschulen ausgestattet, um für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer optimale Bedingungen zu ermöglichen sowie den pädagogischen Mehrwert neuer Technologien zu testen und zu beforschen.

Österreich will eine Bildungscloud installieren, damit ein zuverlässiger und sicherer Speicher, von dem jeder Lerncontent einfach und schnell ortsunabhängig abrufbar ist, zur Verfügung steht. Darüber hinaus soll ein Serviceportal Digitale Schule entwickelt werden. Das Serviceportal soll eine vereinfachte Kommunikation zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern ermöglichen und administrative und unterrichtsbezogene Aufwände vereinfachen. In den Schulen werden „Digitale Kompetenzen“ als Unterrichtsprinzip verankert. Die schulinternen Fortbildungen werden ausgebaut, damit die Lehrenden ihre Schülerinnen und Schüler in möglichst kompetenter Weise beim Erwerb von digitalen Kompetenzen begleiten können.

Weiter heißt es im Regierungsprogramm, dass Schülerinnen und Schüler sich in allen Fächern digitaler Technologie für ihren individuellen Lernfortschritt bedienen können. Dazu sollen facheinschlägige Kompetenzen z.B. Coding/Programmieren in betreffende Lehrplänen eingearbeitet werden. Im Rahmen der Schulorganisation sollen berufliche E-Mailadressen für das gesamte Personal der Bildungsdirektionen bereitgestellt und genutzt werden.

Mobilität: Digitalisierung – Energieeffizienz – Dekarbonisierung

Neben Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung, der Verbesserung und der Verlagerung von Verkehr soll der Anteil des Umweltverbunds (Fuß- und Radverkehr, öffentliche Verkehrsmittel und Shared Mobilty) deutlich gesteigert werden. Die Menschen sollen echte Wahlfreiheit auf ihren alltäglichen Wegen erhalten, nicht nur in den Städten, sondern auch und besonders im ländlichen Raum. Die Rahmenbedingungen für neue Mobilitätsdienste sollen optimiert und vor allen der Nutzen für alle sichergestellt werden. Neben der Dekarbonisierung sind Digitalisierung und Sharing die größten Innovationstreiber für moderne Mobilität. Daten sollen auch als Grundlage für modiübergreifende Steuerung und Nutzung neuer Geschäftsmodelle zur Erreichung der Klimaziele dienen. Ein weitgehendes stündliche, ganztägliche ÖV-Angebot soll im urbanen Raum und im ländlichen Gebiet durch sämtliche Mobilitätsservices (Bahn, Bus, Bim, Carsharing, Miro-ÖV, Sammeltaxis, Ridesharing-Plattformen…) sichergestellt werden. Geschaffen werden soll eine nationale Buchungsplattform mit transparenten Tarifen inkl. Vereinheitlichung des Ticketing im öffentlichen Verkehr. Entlang der Pendlerstrecken soll der Breitband-Ausbau forciert werden. Bahnhöfe sollen zu Mobilitätsdrehscheiben ausgebaut werden einschl. Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge sowie u.a. Abholterminals für Online-Bestellungen.  Im Bereich der Straßen sollen Sensoren präzise die täglichen Verschleißerscheinungen messen, um dadurch extrapolierte Aussagen zu liefern, wann eine Wartung notwendig ist.

Neue Mobilität – mehr als Verkehr

Reines privates Car- und Ridesharing ohne Verdienstabsicht soll steuer- und gewerberechtlich vereinfacht werden. Österreich will den Innovationsvorsprung bei Mobility as a Service (MaaS) optimal nutzen. Dienste sollen öffentlich in eine vorgegebene MaaS-Architektur integriert werden. Multimediale digitale Mobilitätsplattformen sollen zusammen mit Ticketshops in öffentlicher, als frei zugänglicher „öffentlicher Raum“, offen für alle unter fairen Bedingungen angeboten werden.

Einsatzfahrzeuge/Straßenbahnen etc. sollen mit Sensoren und Kameras ausgestattet werden, um Auffälligkeiten zu identifizieren (Schlaglöcher, defekte Ampeln). Intelligente Straßenlaternen sollen erkennen, ob Personen/Fahrzeuge in der Nähe sind und sich erst dann bei Bedarf einschalten (Stromreduktion). Radargeräte sollen mit Sensoren aufgerüstet werden, um den Verkehrsfluss zu analysieren und ökologisch und sicherheitstechnisch steuernd einzugreifen.

Die Digitalisierung steigert die Ressourceneffizienz und verbessert den Umweltschutz

Für die Landwirtschaft soll eine eigenständige Digitalisierungsstrategie erarbeitet und umgesetzt werden. Für ein Precision Farming sollen die Voraussetzungen geschaffen werden. Geodaten sollen für die Land- und Forstwirtschaft kostenlos bereitgestellt werden.

Fazit: Das Regierungsprogramm enthält noch an vielen weiteren Stellen Hinweise zum Einsatz digitaler Instrumente. Erfreulich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen weitgehend konkret sind und auf lediglich plakative Darstellungen verzichtet wurde. Auch in der neuen Regierung gibt es ein Ministerium für Wirtschaft und Digitalisierung. Margarete Schramböck wird dieses Ministerium leiten. Sie war auch in der Vorgängerregierung mit diesen Aufgaben betraut. Alles deutet darauf hin, dass Österreich seinen Vorsprung in Sachen Digitalisierung erhalten und weiter ausbauen will. Für Deutschland heißt dies, mit der Aufholjagend ernst zu machen. Im Rahmen der bereits angesprochenen Delegationsreise von Bürgermeistern aus Baden-Württemberg im vergangenen November nach Wien, gab es auch ein Gespräch mit der Übergangsministerin für Digitalisierung, Elisabeth Udolf-Strobl. Auf die Frage, wann Österreich sich auf den Weg gemacht hat, die Digitalisierung voranzutreiben sagte sie: „Vor zehn Jahren haben wird neidvoll auf das Land Baden-Württemberg geschaut, wir wollten in Europa besser werden“. Das war das äußere Signal für den Beginn der Aufholjagd. Es ist ihnen offenbar gelungen. „Machen“ lautete damals die Direktive, heute ist es wohl nicht anders.

Franz-Reinhard Habbel

 

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 29.12.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Änderungen zum Jahreswechsel/Böllerverbot/Pflege) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 29. Dezember geht es um Änderungen zum Jahreswechsel, die Furcht der Deutschen, Bürgermeisterwahlen in Sachsen, das Krankenhaus-Barometer 2019, Böller-Verbote, Zugriff auf Ex-Bahn-Grundstücke, mehr Vertrauen in Fördergelder, Grenzen zwischen Privatleben und Beruf, die radikale Macht der Plattformen, Start-Ups in Finnland, Entbürokratisierung bei Vereinen, Tickets im Nahverkehr, ICE im S-Bahn-Takt, Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg, die Autoindustrie, abgasfreie Innenstädte, Beteiligung der Bürger an Windkraft-Erlösen, den Schwindel mit dem E-Auto, Amazon in Baden-Württemberg,  den Digitalpakt, KI und Kommunen und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.

Kopf der Woche: Wolfram Gum, Bürgermeister in Seefeld

Buch der Woche: Globalisten – Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus von Quinn Slobodian

Webseite der Woche: Chaos Computer Club

Zahl der Woche: 2,6 Millionen importierte Weihnachtsbäume standen 2018 in Deutschland in den Zimmern (Quelle: destatis)

Tweet der Woche: Gemeinde Kranzberg

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuelle diese Woche:

Geld aus Digitalpakt kommt nur langsam bei Schulen an

Startschuss für Digitalpakt Schule: Erstes Geld „fließt“

Erste Anträge auf Schulförderung aus Digitalpakt

»Wir fangen bei Null an«

Zu guter Letzt: Umfrage zum „Fest der Liebe“: Drittel der unter 30-Jährigen glaubt an Liebe zwischen Mensch und KI

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Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 22.12.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Schuldenerlass bei Kommunen/Stichwahlabschaffung bei Bürgermeisterwahlen unzulässig) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 22. Dezember geht es um einen einmaligen Schuldenerlass bei Kommunen, das Urteil des Verfassungsgerichtshofes NRW in Sachen Stichwahl, das Vermittlungsergebnis zum Klimaschutz, Weihnachten in der Nachbarschaft, Störanfälligkeit von Demokratie, Kinderkrippen in Zürich, IT-Fachkräftemangel, ein ÖPNV-Ticket für Franken, Fachkräftemangel im Gesundheitswesen, das Ende des Besitzes, Innenstadt und Online-Shopping, Smartphones im Straßenverkehr, Berlin.de, den Digitalpakt, KI und Kommunen und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.

Kopf der Woche: Dr. Hanna Hinrichs, Leiterin des Stadtlabors Soest

Buch der Woche: Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl: Wo künstliche Intelligenz sich irrt, warum uns das betrifft und was wir dagegen tun können“ von Katharina Zweig

Webseite der Woche: Wählerzähler Europawahl 2019

Zahl der Woche: 50 Prozent der 12- bis 19-Jährigen nutzen YouTube zum Lernen (Quelle: Horizont/Rat für Kulturelle Bildung)

Tweet der Woche: Co:Lab

Kommunen und KI: Diese Woche geht es um das Thema Predictive Analytics

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuelle diese Woche:

Digitalpakt: Was die Schulen bekommen

Tablets und W-Lan: Noch kein Geld an Schulen in Thüringen ausgezahlt

Digitalpakt: 95 Wuppertaler Schulen konkurrieren um 20 Millionen Euro

Gymnasium Hochdahl rüstet digital auf

Zu guter Letzt: Passwort „123456“ – ein riskanter Klassiker

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Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Jahresrückblick des Gemeindetages Baden-Württemberg zur Digitalisierung

Erstmalig erstellt ein kommunaler Spitzenverband einen Rückblick über Maßnahmen der Digitalisierung im Jahr 2019. Die Stabsstelle Digitalisierung des Gemeindetages Baden-Württemberg weist in ihrer Übersicht auf Maßnahmen und Projekte des Gemeindetages bzw. des Landes hin. 

Die Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung des Gemeindetages Baden-Württemberg, Ilona Benz, setzt die Impulse zur Digitalisierung der Kommunen. Hier im Gespräch mit dem britischen Städteforscher Charles Landry beim DStGB-Innovators Club in Berlin.

580 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung wurden zu Digitallotsen ausgebildet. Das Programm stößt inzwischen auf reges Interesse auch in anderen Bundesländern sowie in Österreich. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Startups, neue innovative Dienstleistungen auch in Verwaltungen aufzusetzen.

Hier die eindrucksvolle Bilanz des Jahres 2019:

29 Kommunen gewinnen im diesjährigen Förderaufruf des Programms „Gemeinden, Städte und Landkreise 4.0 – Future communities„.

9 Kommunen erhalten eine Umsetzungsförderung im Landeswettbewerb „Digitale Zukunftskommune@bw

8 Kommunen und ein interkommunaler Verbund erhalten ihre Förderbescheide und starten damit offiziell das Modellprojekt „Digitalisierung und Heimat„.

580 Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus Städten, Gemeinden und Landkreisen wurden zu „Kommunalen Digitallotsen“ qualifiziert.

In 2 Kommunen wurden Lokale Online-Marktplätze offiziell gestartet, in weiteren 5 Kommunen laufen die Arbeiten auf Hochtouren.

Im Februar hat das Startup Polyteia aus Berlin einer interessierten Gruppe von kommunalen Zukunftsgestaltern in einem Workshop seine Datenplattform präsentiert.

Im März hat Blochin Cuius vom Startup MVMANT in einem Workshop über die Zukunft kommunaler Bürgerbusse gesprochen

Im April konnte das Startup FAMIGO im Rahmen eines Workshops insgesamt 7 Kommunen zur Kooperation im Bereich „Digitalisierung von Familienangeboten“ gewinnen“. Diese 7 Kommunen zählen übrigens zu den Preisträgern im diesjährigen Förderaufruf des Programms „Gemeinden, Städte und Landkreise 4.0 – Future communities“.

Im Mai und im Juli haben sich kommunale Zukunftsgestalter im Workshop mit dem Startup Baupilot mit der digitalen Bauplatzvergabe beschäftigt.

Im Januar und im Juli hat Chateau Louis in einem Workshop einen mustergültigen Markenentwicklungsprozess für Kommunen aufgezeigt.

Den Workshopabschluss machte in diesem Jahr das Startup Smoope im November zum Thema „Digitale Kommunikation“.

Elisabeth Udolf-Strobl, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort im Gespräch mit Bürgermeistern aus Baden-Württemberg in Wien

Das Präsidium des Gemeindetages informierte sich im Rahmen einer Delegationsreise nach Wien über die Vorgehensweise unserer Nachbarn bei der Umsetzung der „Digitalen Verwaltung“.

In Kooperation mit dem Innenministerium wurde ein Video zu kommunalen Digitalisierungsprojekten in Baden-Württemberg und zur Badesee-App der Gemeinde Heddesheim produziert und bei der Mitgliederversammlung des Gemeindetages vom 10.10.2019 erstaufgeführt.

 

Im Februar haben Kommunale Landesverbände und das Land eine E-Government-Vereinbarung zur Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes geschlossen.

Im Juli trafen sich mehr als 200 qualifizierte „Kommunale Digitallotsen“ zu ihrem ersten großen Netzwerkevent in Leinfelden-Echterdingen.

In zahlreichen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Beiträgen in Fachzeitschriften durfte die Stabsstelle Digitalisierung von den Erfolgen der baden-württembergischen Kommunen auf dem Weg zur digitalen Zukunftskommune berichten.

 

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 15.12.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Kultur verbindet uns alle) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 15. Dezember geht es um Kultur verbindet uns alle, per App in die Kita blicken, Urkunden statt grüner Hausnummern, klimaneutrale Neubaugebiete, Wasserstofferzeugung in Dänemark, Innovationsfelder Öffentlicher IT, Baustellenkoordination in NRW, historische Ortskerne, den Wettbewerb Future Communities 2019 in Baden-Württemberg, Studie zur E-Mobilität, 1000 Zebrastreifen in Baden-Württemberg, Studie zu Smart Cities, Bau einer europäischen Cloud, KI und kritische Infrastruktur, IT-Störung bei der Stadtverwaltung Düsseldorf, Baden-Württemberg als Storchenland, Digitalpakt, KI und Kommunen und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.

Kopf der Woche: Prof. Dr. Jürgen Stember Präsident der Rektorenkonferenz der Hochschulen

Buch der Woche: Ghosting von Tina Soliman

Webseite der Woche: Journalistenzentrum Wirtschaft und Verwaltung

Zahl der Woche: Voraussichtlich mehr als 70-Mrd-Euro werden in diesem Jahr im Onlinehandel umgesetzt. (Quelle: BEVH)

Kommunen und KI: Diese Woche geht es um das Thema Predictive Analytics

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuelle diese Woche:

„DigitalPakt Schule“: Karlstadt erhält Förderbescheid

SPD: Vom Digitalpakt Schule profitiert auch Rees

Digitalpakt: Das erste Geld erhält die Grundschule Dollbergen

PC-Hersteller wollen an die Bildungsmilliarden

Erste Schule in Rheinland-Pfalz erhält Geld aus Digitalpakt

Zu guter Letzt: Adventskalender der Stadt Leutkirch

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Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 8.12.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. SPD-Bundesparteitag und Digitalisierung) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 8. Dezember geht es um den Bundesparteitag der SPD und Digitalisierung, Bürokratieabbau, Anstieg der Immobilienpreise, Altschulden, gesellschaftliches Engagement, Suche nach Bürgermeistern, Start-ups in den USA, Drohnen, eine Studie des Umweltbundesamtes zum Klima, Wurzelwerk und Klimaschutz, NRW 4.0 – So geht Digitalisierung, Digitalpakt, KI und Kommunen und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.

Kopf der Woche: Marian Schreier, Bürgermeister von Tengen

Buch der Woche:“Stadt der Zukunft – Wege in die Globalopolis“ von Friedrich von Borries 

Webseite der Woche: www.kommunalwiki.boell.de/index.php/Hauptseite

Zahl der Woche: 19 % des Umsatzes erzielt der Einzelhandel 2018 zu Weihnachten (Quelle: destatis)

Tweet der Woche: Thorsten Wozniak, Erster Bürgermeister der Stadt Gerolzhofen

Kommunen und KI: Diese Woche geht es um das Thema Spieltheorie und Künstliche Intelligenz

 ZMI-DIGITALPAKT

Aktuell diese Woche:

Digitalpakt Schule: Informatiker kritisieren Einsatz von Microsoft-Produkten

„Digitalpakt Schule“: Noch kein Geld ausgezahlt

Rund eine Million Euro für IT-Ausstattung

Hückelhoven und Erkelenz nutzen Digitalpakt

Zu guter Letzt: Einchecken per Lächeln und Cocktails vom Roboter: Diese Veränderungen stehen dem Tourismus bevor

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