Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 14.7.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 14.Juli geht es um ein Gespräch über Gewalt gegen Kommunalpolitiker mit dem Bundespräsidenten, die Debatte zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, den Deutschlandplan und den Deutschlandatlas, die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes zur Geschwindigkeitsüberwachung, das Bündnis Städte Sicherer Häfen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, Niedersachsens Masterplan zur Digitalisierung, Schulen und Office 365, das Onlinezugangsgesetz, den Smart City Wettbewerb des BMI, E-Roller in Tel Aviv, Digitalisierung in Bayern und im Bürgeramt Frankfurt am Main, den Job des Inselbloggers auf Norderney, die Freihandelszone in Afrika, das Klima im Jahr 2050 und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden. 

Kopf der Woche: Lars Hoppmann übernimmt Geschäftsleitung im krz

Buch der Woche: Bullshit-Resistenz“ von Philipp Hübl

Webseite der Woche: 50 Jahre Mondlandung

Zahl der Woche: 533.000 Menschen auf der Welt sind 100 Jahre und älter (Quelle: destatis)

Tweet der Woche: Stadt Bietigheim-Bissingen

Zu guter Letzt: Algorithmen werden Ärzte nicht ersetzen

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Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes Geschwindigkeitsüberwachung wird erschwert

Am 5. Juli 2019 veröffentlichte der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes eine Entscheidung zu einer Verfassungsbeschwerde, die im Zusammenhang mit einem Geschwindigkeitsverstoß vorgelegt wurde. Ein Autofahrer war – bestätigt durch ein Amtsgericht und das Oberlandesgericht Saarbrücken – zu einer Geldbuße von 100 Euro verurteilt worden, weil er in einer saarländischen Gemeinde in einer 30er-Zone gemäß Messung 27 Kilometer pro Stunde zu schnell gefahren war 1 . Seitens des Verfassungsgerichtshofes wurde ausgeführt, dass die Ergebnisse des Messverfahrens mit dem in Rede stehenden Messgerät (TraffiStar S350 der Firma Jenoptik) wegen einer verfassungswidrigen Beschränkung des Rechts auf eine wirksame Verteidigung unverwertbar sind, da sogenannte Rohdaten der individuellen Messung nicht zur Verfügung gestellt werden konnten. Die in Deutschland gut etablierte und bewährte kommunale und polizeiliche Geschwindigkeitsüberwachung mittels standardisierter Messverfahren wird durch diese Entscheidung (mindestens temporär) erschwert.

Der Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt führt dazu aus: „Vor dem Hintergrund der Verkehrsunfallentwicklung und der offenkundig abnehmenden Regelbeachtung erscheint es nach diesem, nur für das Saarland geltenden Urteil, unabweisbar, alles Erdenkliche zu tun, um auch weiterhin eine flächendeckende technisch basierte Verkehrsüberwachung zu erhalten“. Und der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Verkehrssicherheitstechnik Benno Schrief ergänzt: „Das Gericht bestätigt in seinem Urteil ausdrücklich, dass das Grundprinzip des standardisierten Messverfahrens mit den von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt akribisch geprüften und von den Eichbehörden regelmäßig geeichten Geschwindigkeitsmessgeräten nicht in Frage gestellt wird. Alle, denen die Verkehrssicherheit am Herzen liegt, sollten klarstellen, dass die punktuelle Beanstandung des Gerichts in einem konkreten Fall nicht verallgemeinert werden darf.“ Die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes: 2019-07-05-Verfassungsgerichtshof des Saarlandes-Lv_7-1-

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 7.Juli 2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. das Sterben der deutschen Freibäder) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 7.Juli geht es um das Sterben der deutschen Freibäder, Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen, Kosten für Flüchtlinge, Bürokratie in deutschen Krankenhäusern, Hitze-Inseln in den Städten, Digitalpakt Schule, Tablet statt Tafel, Literatur auf der Parkbank, Online-Einkauf fördert Kita-Ernährungsprojekt, Gewerbegebiete und Breitband, Zählerablesen, Offizielle-Navigation in Maps, lokaler Journalismus für eine gespaltene Stadt und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden. 

Kopf der Woche: Carola Rackete, Kapitänin der „Sea-Watch 3“

Buch der Woche: Toleranz: einfach schwer von Joachim Gauck

Webseite der Woche: 50 Jahre Mondlandung

Zahl der Woche: 17,3 Mio Nutzer hat Amazon Prime  in Deutschland, mehr als jeder dritte Online-Shopper (Quelle: IFH)

Tweet der Woche: Anna Carla Springob, M.A., Pressesprecherin und Social Media Managerin der Bezirksregierung Arnsberg

Zu guter Letzt: Hurra die ElefantenApp ist da

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Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Die Zukunftskommune: Plattform für Familien

Am 11. Juli findet in Balingen ein FAMIGO Entwicklungsworkshop in Kooperation mit dem Landratsamt Zollernalbkreis und der HABBEL UG KOMMUNAL.Hub statt. Der Workshop ist aus den Aktivitäten der Stabstelle Digitalisierung des Gemeindetages Baden-Württemberg im Rahmen der „Initiative Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities“ entstanden.

Ziel des Entwicklungsworkshop „Die Zukunftskommune: Plattform für Familien“ ist es, mit Kommunen, Eltern, Schülerinnen und Schülern, Unternehmen vor Ort und Einrichtungen für Familien eine Plattform für Familienleistungen zu entwickeln und damit mehr Transparenz und einen höheren Nutzen herzustellen. Derartige Plattformen sind künftig Kernbestandteil der E-Daseinsvorsorge. Familienfreundliche Kommunen nutzen konsequent die Möglichkeiten der Digitalisierung. Hier passiert schon vieles, die Angebote müssen aber auch genutzt werden. Die Kommunen müssen für mehr Transparenz sorgen, die Angebote greifbar machen. Dazu bieten zum Beispiel soziale Netzwerke eine gute Plattform. Auch der Gemeindetag Baden-Württemberg setzt durch seine Stabsstelle für Digitalisierung besondere Zeichen für das Thema Digitalisierung und Familienfreundlichkeit. Erst vor wenigen Wochen fand in Stuttgart ein FAMIGO-Workshop mit mehreren Kommunen aus Baden-Württemberg statt. Die Nachfrage war so groß, dass in kurzer Zeit die Plätze überbucht waren. Weitere Informationen und Anmeldungen hier.

Das Startup FAMIGO zeichnet sich in Baden-Württemberg dadurch aus, in dem familienrelevante Informationen für Familien, Kommunen und Unternehmen gebündelt zur Verfügung gestellt werden und künftig über eine Plattform zum Beispiel auch Buchungsvorgänge (Eintritt in ein Schwimmbad oder in einen Freizeitpark) abgewickelt werden können. Ziel ist es auch, ad-hoc Nachfragen, zum Beispiel spezielle Angebote im Familienurlaub, als auch Betreuungsangebote für Kinder, bedarfsgerecht und aktuell zu buchen und zu nutzen, bzw. in Anspruch nehmen zu können (Get your Family Service). In dem Entwicklungsworkshop sollen mit der Verwaltung, Einrichtungen wie Kindergärten, Unternehmen und Eltern gemeinsam die Anforderungen an eine umfassende Familienplattform diskutiert und erarbeitet werden.

ZMI-GASTBEITRAG DER WOCHE: OpenData im Gesundheitswesen

Angesichts immer weiter steigender Ausgaben im deutschen Gesundheitswesen bietet die Verfügbarkeit von Daten große Potentiale für eine verbesserte Versorgung: Anonymisierte Statistiken zu Labortests, Medikamenten und Operationen können von EntscheidungsträgerInnen und JournalistInnen, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden um Verbesserungspotentiale offenzulegen, Rechenschaft zu verlangen und informierte Entscheidungen über die eigene Behandlung zu treffen.

Autor: Simon Drees ,Arzt und derzeit Masterstudent im Bereich Gesundheitspolitik an der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der London School of Economics and Political Science.

Ein Erfolgsbeispiel aus dem internationalen Kontext ist der britische National Health Service (NHS), der unter anderem anonymisierte Daten zu allen verschriebenen Medikamenten in England veröffentlicht. Das Evidence-Based Medicine DataLab, eine Forschergruppe an der Universität Oxford, bereitet diese Daten auf seiner Website OpenPrescribing für die Nutzung durch ÄrztInnen, Manager und die Öffentlichkeit auf (www.openprescribing.net/). Anhand dessen lässt sich beispielsweise analysieren wie gut klinische Leitlinien umgesetzt werden oder wo unnötig teure Medikamente verschrieben werden. Studien haben ein Einsparpotential in Millionenhöhe aufgezeigt, weshalb die Plattform mittlerweile auch mit öffentlichen Geldern gefördert wird. Das Erfolgsmodell soll nun auf Laboruntersuchungen übertragen werden.

In Deutschland werden traditionell weniger Daten veröffentlicht, auch weil dem oft finanzielle oder politische Interessen entgegenstehen. Die aktuelle Veröffentlichung von Daten zu Mindestmengen von Operationen im deutschen Gesundheitswesen gibt jedoch Anlass zur Hoffnung: Das Science Media Center und das Projekt Weisse Liste der Bertelsmann Stiftung haben auf Grundlage der Krankenhaus-Qualitätsberichte Zahlen für sieben häufige Operationen analysiert (www.opexplorer.sciencemediacenter.de/). Diese Auswertung gibt Auskunft darüber, welche Krankenhäuser die OPs wie oft durchführen und ob sie festgelegte Minimalgrenzen erreichen, beispielsweise bei der Implantation von Knieprothesen. Ziel dieser Minimalgrenzen ist die Steigerung der Patientensicherheit: Operateure und Stationen mit mehr höheren Fallzahlen haben mehr Erfahrung, dies senkt die Anzahl der Komplikationen und verkürzt die Liegedauer nachweislich. Die aktuellen Zahlen sind schockierend: 40% der Krankenhäuser erreichten in mindestens einer Domäne nicht die Mindestmenge. Dabei sind die aktuellen Mindestmengen noch recht gering und die Fallzahlen keinesfalls mit denen spezialisierter Kliniken vergleichbar. Die Verfügbarkeit dieser Daten erlaubt es nun eine fundierte Diskussion darüber zu führen ob uns die wohnortnahe Versorgung die zusätzlichen vermeidbaren Todesfälle und Gesundheitssystemkosten wert ist.

OpenData im Gesundheitswesen bietet somit große Chancen, um die Transparenz für alle Akteure im Gesundheitswesen zu steigern. Dies ist nicht nur im Interesse der behandelten PatientInnen, sondern birgt auch große Einsparpotentiale.

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 30.6.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute Gastbeitrag zu Open Data im Gesundheitswesen) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 30.6. geht es um Open Data im Gesundheitswesen, die Zunahme von Hass und Verleumdung im Netz, ein Konzept gegen verhaltensauffällige Asylbewerber in Baden-Württemberg, neue Arbeitsplätze durch Automatisierung, das mögliche Scheitern der UN-Nachhaltigkeitsziele, die Zukunftskommune: Plattform für Familien, eine Umfrage von KOMMUNAL zur Hasswelle gegen Politiker, Wachstum mit Kollateralschäden, Künstliche Intelligenz, Datenpannen bei Melderegister-Auskünften, Tablets und W-Lan in Schulen, Kennzeichen für regelwidrige Politiker-Tweets, E-Voting in der Schweiz und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden. 

Kopf der Woche: Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel, neuer Präsident des Hessischen Städtetages

Buch der Woche: Bretonisches Vermächtnis: Kommissar Dupins achter Fall von Jean-Luc Bannalec

Webseite der Woche: www.sea-watch.org/das-projekt/sea-watch-3/

Zahl der Woche: 3,52 Mrd Pakete und Päckchen wurden 2018 in Deutschland verschickt. (Quelle: Bundesverband Paket & Expresslogistik)

Tweet der Woche: Patrick Kunkel, Bürgermeister der Stadt Eltville

Zu guter Letzt: VERNETZTES FAHREN: Shoppen im Stau – so geht das schon heute

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Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 23.6.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Angriffe auf Politiker)  aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 23.6. geht es um Angriffe auf Politiker, die Reform der Grundsteuer, die Maut, den Diversity-Kodex der Initiative D21, Logistik-Immobilien aus kommunaler Sicht, Klimaschutz, Online-Ausweise auf dem Smartphone, ein 5G-Netz in Sindelfingen, Gesichtserkennungen, die Serie „Land neu leben“ und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden.

Kopf der Woche: Claus Ruhe Madsen, neuer Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock

Buch der Woche: Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich“ von William Saroyan

Webseite der Woche: https://zukunftsorte.org/reallabore

Zahl der Woche: 10 Prozent der Führungskräfte in Bundesbehörden arbeiteten 2018 in Teilzeit (Quelle: destatis)

Tweet der Woche: Stadt Aachen

Zu guter Letzt: Stadt in Florida will 600.000 Dollar Lösegeld zahlen

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OB-Wahl: In Rostock wird ein EU-Ausländer erstmals Oberbürgermeister

Rostock hat Geschichte geschrieben. In der 208.000 Einwohner großen Stadt wurde zum erstmal in Deutschland ein EU-Ausländer zum Oberbürgermeister gewählt. Claus Ruhe Madsen ist Däne und lebt seit 1998 in Rostock, ist Unternehmen und bis vor kurzem Präsident der Industrie- und Handelskammer. Madsen machte einen unkonventionellen Wahlkampf und setzte besonders auf die Digitalisierung. Er möchte Rostock zur Vorreiterstadt machen. „Rostock bewegen“, heißt sein Motto.

Präsent ist er in sozialen Netzwerken wie kein anderer Kandidat. Mit dem Thema Digitalisierung kann man Wahlen gewinnen. Davon ist Madsen überzeugt, ließt man aufmerksam sein Programm. Er will smarte Lösungen für Wegebeleuchtung, Parkplatzsuche & Verkehr, die Möglichkeit, Anträge online zu stellen, eine One-Stop-Behörde, die Gründung eines städtischen Unternehmens zur Unterstützung von Schulen, Verwaltung & kommunaler Gesellschaften bei dem Prozess der Digitalisierung, moderne Netzwerke in den Stadtteilen, am Strand & in den öffentlichen Verkehrsmitteln, digitale Begegnungsräume in den Stadtteilen und Stadtmeisterschaften in E-Sports.

Madsen will mit Digitalisierung den Bürgern Zeit ersparen. So beginnt seine Geschichte. „Folgender Zettel hängt an Ihrer Haustür: „Bitte seien Sie am Donnerstag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr zu Hause. Wir wollen Ihren Zähler ablesen.“ Ob Sie zur Arbeit müssen oder nicht, ist nicht von Interesse – es muss auf jeden Fall abgelesen werden. Das Ergebnis: Für viele Rostocker steht mindestens einmal im Jahr unnötiges Warten an. Das geht auch besser. Nämlich digital. Ihre Verbrauchswerte würden automatisch an den Anbieter übermittelt werden und Sie könnten Ihre Zeit sinnvoll nutzen.“

Sehr anschaulich und verständlich schildert er in seinem Programm, was er in der Digitalisierung vor hat. Dort heißt es:

„Gemeinsam.
In unseren Stadtteilen werde ich Begegnungsräume mit digitaler Infrastruktur für Sie schaffen. Hier können morgens Schulklassen die digitale Welt kennenlernen und am Nachmittag Studenten die digitalen Werkstätten nutzen. Alle Bürgerinnen und Bürger haben hier altersunabhängig die Möglichkeit, an der digitalen Welt teilzuhaben. Wir haben damit die Chance, die Jugendlichen vom Sofa zu holen und in soziale Räume zu bringen, die von Trägervereinen und Studenten betreut werden. Dort können sie ihre Kreativität ausleben, um neben der Arbeit mit 3D- und Laserdruckern, digitalen Webstühlen und Fräsen auch E-Sports zu betreiben. Durch diesen Zugang haben sie die Möglichkeit, ihre digitalen Kompetenzen mit anderen zu teilen, zu stärken und auszubauen. Ich erhoffe mir durch diese Maßnahme, dass Kinder und Jugendliche, die durch das bisherige Angebot nicht erreicht wurden, in gemeinschaftliche Aktivitäten zu bringen. Und vielleicht entdecken sie ja auch, dass in der Ecke eine Tischtennisplatte steht. Um diese Idee zu fördern, werden wir jedes Jahr Stadtmeisterschaften im E-Sports austragen, in der Stadtteile gegeneinander antreten. Der sogenannte „elektronische Sport“ ist in den letzten Jahren zu einem internationalen Kulturphänomen geworden, das weltweit Leute begeistert. Die Spielerinnen und Spieler sind kreativ, behalten auch in schwierigen Situationen den Überblick und haben einen spielerischen Zugang zu komplexen und schwierigen Herausforderungen. Deshalb brauchen wir diese Menschen mit ihren E-Sports Fähigkeiten in der Berufs- und Arbeitswelt von morgen. Die Rostocker Kinder und Jugendlichen werden durch unsere digitalen Begegnungsstätten zu Vorreitern im Umgang mit digitalen Technologien.

Smart City.
Im Moment kämpft jede Schule, unsere Verwaltung oder die kommunalen Gesellschaften mit den Herausforderungen der Digitalisierung. Dieser Prozess ist mühsam, langwierig und kostspielig. Die Strukturen sind nicht effizient genug, sodass ein gegenseitiges Lernen aller Beteiligten nicht immer möglich ist. Wir müssen die digitalen Kompetenzen unserer Stadt unter einen Hut bringen. Ich werde ein städtisches Unternehmen zur Digitalisierung gründen, das alle Beteiligten bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen unterstützt und Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme rund um das Thema Digitalisierung ist. Das wird den Aufwand für alle beträchtlich verringern. Als Bürger können Sie so Ihre Zeit selbst gestalten, statt im Wartebereich unserer Ämter alt und grau zu werden. Wenn Sie den persönlichen Kontakt bevorzugen, werden Sie in der Zukunft in dem von Ihnen bevorzugten Bürgerbüro alle Ihre Anträge stellen können. Auch das städtische Wegebeleuchtungskonzept sowie das Parken und der Verkehr werden von der Digitalisierung profitieren. Vor allem in Gesprächen mit älteren Bürgerinnen und Bürgern ist mir klar geworden, dass fehlende Beleuchtung in Wohngebieten für viele Menschen ein Problem ist. Wir brauchen gerade in diesen Bereichen smarte Lösungen. Diese erkennen, wann, wo und wie lange nachts Beleuchtung nötig ist. Und wenn Sie einen freien Parkplatz suchen – ob in der Stadtmitte, Warnemünde oder an stark frequentierten Knotenpunkten – kann Ihnen eine App bereits vorher anzeigen, wo Sie kostenfreie oder gebührenpflichtige Plätze finden. Die App sagt Ihnen, wieviel sie kosten und wie Sie bezahlen können. Sogar der Ablauf Ihres Parktickets wird Ihnen angezeigt und Sie können es mit einem Klick einfach verlängern. Und sollten Sie einmal vergessen haben, wo Sie Ihr Auto abgestellt haben, finden Sie es durch die digitale Hilfe schnell wieder.

Netzwerk.
Unsere Zukunft ist digital. Unsere Stadt ist es leider noch nicht. Wir müssen das digitale Netzwerk ausbauen und unseren Schülern und Berufsschülern an ihren Lernorten die Möglichkeit geben, zeitgemäß, modern und einfach zu lernen. Rostocks Berufsschulen sollten keine Berufsmuseen sein, sondern moderne Bildungseinrichtungen. Aber auch für unsere Bürgerinnen, Bürger und Besucher unserer Stadt ist es wichtig, moderne Netzwerke in den Stadtteilen, am Strand und in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu nutzen.

Bürgerteilhabe.
Als Oberbürgermeister werde ich Ihnen durch eine App und das Bürgerportal “Mein Rostock” die Möglichkeit bieten, sich immer über aktuelle Themen aus unserer Stadt zu informieren. Sie können sich dort Ihre Meinung bilden und Ihre eigenen Vorschläge einbringen. Zum Beispiel: Sie markieren dann die Kategorien Kultur, Sport und Bildung. Dann erhalten Sie zu diesen Themen aktuelle Neuigkeiten und können mit ihrer Meinung zu Entscheidungen beitragen. In kurz – alle Menschen unserer Stadt sollten jederzeit die Möglichkeit besitzen, aktiv an der Gestaltung unserer Stadt teilzuhaben.“

Madsen wurde heute mit 57,1 Prozent gewählt und schreibt damit Geschichte nicht nur in Rostock, sondern auch mit dem offensiven Vorgehen beim Thema Digitalisierung als wichtiger Baustein für die Entwicklung der Stadt im hohen Norden Deutschlands.

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 16.6.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. zur Grundsteuer)  aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 16.6. geht es um die Reform der Grundsteuer, das KfW-Kommunalpanel 2019, Baukonkurrenz und Personalmangel, keine Anhörungspflichten bei der Kreisumlage, Kommunen gründen neues Bündnis für Flüchtlinge, Abwanderung aus den ostdeutschen Bundesländern, mehr Engagement bei der Digitalisierung der Verwaltung, die Klimadebatte, ein Klimabündnis in Ludwigsburg, Mindestmengen im Krankenhaus, das Silicon Valley und seine Sprösslinge, Deutschland und E-Government, den Digitalpakt, Kita-Chaos in Niedersachsen, „weiße Flecken“ in der Statistik wegen Digitalisierung und Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden. 

Kopf der Woche: Uwe Conradt, neuer Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken

Buch der Woche: Retrotopia“ von Zygmunt Bauman

Webseite der Woche: www.startup-mannheim.de

Zahl der Woche: 376 Milliarden Euro oder 4 544 Euro je Einwohner bzw. Einwohnerin flossen 2017 in das deutsche Gesundheitssystem (Quelle: Operation Explorer

Tweet der Woche: Jörg Bierwirth Bürgermeister von Schieder-Schwalenberg

Zu guter Letzt: Mit Handy in der Hand über die Straße: New York plant Geldstrafen

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Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

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Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 9.6.2019

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. Rede Bundespräsident Steinmeier beim Deutschen Städtetag)  aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. 

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In der Ausgabe vom 9.6. geht es um die Rede des Bundespräsidenten beim Deutschen Städtetag, die Dortmunder Erklärung des DST, Vielfalt in der Provinz, Tipps für Kommunen gegen zunehmende Gewalt in der Pflege, die Konzertierte Aktion Pflege, Autos auf den Straßen, Orte, wo Autofahrer die meiste Zeit verlieren, Deutschland auf Platz 68 im Digital-Life-Report, YouTube als Bildungs- und Kulturort, Social Media, Digitalpolitik und Wahlkämpfe, die Freigabe von Verkehrsdaten, Mängel beim E-Pass in der Schweiz, den Laufmappen-Blues und um Neues aus den Kommunalen Spitzenverbänden. 

Kopf der Woche: Fritz Kuhn, Oberbürgermeister in Stuttgart wurde zum ersten Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages gewählt

Buch der Woche: Zeitenwende 1979“ von Frank Bösch

Webseite der Woche: Hessentag2019.de

Zahl der Woche: 1,29 Milliarden Autos gibt es auf der Welt (Quelle: live-counter.com)

Tweet der Woche: Roland Schäfer, Bürgermeister der Stadt Bergkamen

Zu guter Letzt: Auf Spitzbergen steht die nördlichste Bierbrauerei der Welt – und es gibt Weine und Schnäpse der Sonderklasse

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Ihr Franz-Reinhard Habbel

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