0

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 22.5.2016

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. zum Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur für Arbeit) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. zmiheader_4_copy-5

In der Ausgabe vom 22. Mai geht es um den Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur für Arbeit, ein Faktenblatt zu Marokko, eine App für Flüchtlinge, den Ausbau des Breitbands, Roboter und Arbeitsmarkt, eine Studie zu Kommunalpolitiker in NRW, familienfreundliche Kommunen, den Umgang mit Drohnen, Videoreisezentren der Bahn und um ein Interview mit Bürgermeister Hans-Josef Vogel zum Lokaljournalismus.

Kopf der Woche: Bernhard Schuler, Oberbürgermeister der Stadt Leonberg

Buch der Woche: „Kultur der Digitalität“ von Felix Stalder

Webseite der Woche:  http://www.generation-what.de

Lokalmedium der Woche: www.die-hunte.de

Tweet der Woche: Roland Schäfer, Bürgermeister der Stadt Bergkamen

Zu guter Letzt: Ritter holt Drohne mit Speer vom Himmel

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier

Der ZMI kann kostenlos hier abonniert werden.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

0

Radinfrastruktur im 21. Jahrhundert – Kommunen forcieren Radschnellwegebau in Franken

Nicht zuletzt dank der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) steigt der Radverkehrsanteil in Bayern weiter an; ganz nach dem Vorsatz des Vereins „Wir bringen Bayern aufs Rad“ ist der Trend zur Mobilität auf zwei Rädern ungebrochen. Dies bringt allerdings auch neue Herausforderungen für die Infrastruktur mit sich.

Gerade in Ballungszentren wie Nürnberg und München wird es dann schon einmal voll auf den Radwegen; auch Pendlerdistanzen und Geschwindigkeiten ändern sich – nicht zuletzt dank der starken Verbreitung von Pedelecs. Eine Lösung dafür können Radschnellwege darstellen, die getrennt vom restlichen Verkehr, kreuzungsfrei die Möglichkeit bieten, weitere Distanzen schneller zurückzulegen. Im Großraum Nürnberg werden die Planungen dafür konkretisiert; die AGFK Bayern ist als kommunaler Verband und in Person ihres Vorsitzenden, Landrat Matthias Dießl, eng in die Planungen involviert.

Gleich 7 Radschnellverbindungen sollen es in der Metropolregion Nürnberg werden – und sie sollen einen Standard für Bayern setzen. Die Städte Nürnberg, Erlangen, Herzogenaurach, Fürth und Schwabach sowie die Landkreise Fürth, Nürnberger Land, Roth und Erlangen-Höchststadt haben mit Unterstützung der AGFK Bayern und der Obersten Baubehörde im bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr 7 Trassenführungen und verbindliche Qualitätsstandards festgelegt. Die 7 Trassen werden nun planerisch vertieft um den Bau vorzubereiten. Noch im Jahr 2016 sollen den Stadt-, Kreis- und Gemeinderatsgremien detaillierte Vorschläge zur Abstimmung vorgelegt werden. Geplant ist eine dreistufige Ausgestaltung: Die klassischen Radwege in den dicht besiedelten Bereichen führen dank einer eingängigen Kennzeichnung zu den neuen Radschnellverbindungen, sozusagen „kurze Wege zu schnellen Wegen“.

Matthias Dießl ist als Vorsitzender der AGFK Bayern sowie als Landrat des beteiligten Landkreis Fürth doppelt involviert: „Hier sehen wir, was eine interkommunale Zusammenarbeit bewirken kann. Gerade bei übergreifenden Verkehrsprojekten wie den Radschnellverbindungen zeigt sich, welche Bedeutung bereits gewachsene Strukturen haben. Hilfreich war sicherlich, dass über die Hälfte der involvierten Kommunen aktive Mitglieder in der AGFK Bayern sind. „Wir bringen Bayern aufs Rad“ ist nicht nur ein Werbespruch, sondern eine wirkliche Aufgabe. Mit den Radschnellverbindungen schaffen wir nun eine sehr attraktive Möglichkeit vor allem für Berufspendler. Die Trassenführungen zielen darauf ab Wohn- und Arbeitsstandorte zu verbinden. Das Fahrrad oder Pedelec wird so auch auf weiteren Strecken zu einer sehr guten Alternative zum Auto. Von Seiten des Freistaats braucht es allerdings noch klare Aussagen zur Finanzierung der neuen Kategorie von überregionalen Radverkehrsverbindungen, damit Radschnellwege auch für ganz Bayern eine Erfolgsgeschichte werden.“

Auch wenn es noch etwas dauert, bis der erste Satz Reifen einen Radschnellweg in Bayern berührt, ist das Projekt auch bis dato schon von großer Bedeutung. Als Teil einer modernen Radverkehrsinfrastruktur des 21. Jahrhunderts kommt der Radverkehr mit der Etablierung von Radschnellwegen noch weiter als bisher vom Image es sonntäglichen Ausflugs zum See fort. Moderne Räder haben einen anderen Anspruch an die Infrastruktur als in den vergangenen Jahren; dass in der Metropolregion Nürnberg dem nun Rechnung getragen wird, kann ein Anstoß für ganz Bayern sein. Die AGFK Bayern unterstützt den Prozess weiter und streut die Erfahrungen in ihrem Netzwerk, so dass auch andere Regionen, wie z.B. in und um München, wo bereits ähnliche Planungen laufen, von der fränkischen Erfahrung profitieren.

 

0

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 15.5.2016

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. zu Elektroautos in Kommunen) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. zmiheader_4_copy-5

In der Ausgabe vom 15. Mai geht es um ein Seniorenwohnhaus in Helsinki,  Lokaljournalismus in Großbritannien, die Zukunft des ländlichen Raumes, das Umweltgutachten 2016 des Sachverständigenrates, Kommunen und Elektroautos, Flüchtlinge lernen Programmieren, Integration leicht gemacht, um Bitcoins in Kommunen und um Forderungen der Städte in Österreich nach mehr Geld wegen Pendlern.

Kopf der Woche: Ramona Schumann, Bürgermeisterin

Buch der Woche: „Smart Citizen, Smarter State“ von Beth Simone Noveck

Webseite der Woche:  http://www.ddaynetwork.com

Lokalmedium der Woche: www.bundesstadt.com

Tweet der Woche: Stadt Zwickau

Zu guter Letzt: Warum verschwinden Socken in der Waschmaschine? Wissenschaftler haben jetzt die Antwort

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier

Der ZMI kann kostenlos hier abonniert werden.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

0

Wo passiert eigentlich heute Bildung, wo lernt man?

Sie sitzen in Cafés mitten in der Stadt und werfen ihre Smartphones und Laptops an. Gemeinsam lernen sie für Schule, Studium und Beruf. Sie nutzen freies WLAN und zahlen den Kaffee mit ihren Smartphones. Der Vorgang dauert nur Sekunden. Neben mir sitzt an einem großen Tisch eine junge Frau, vertieft in juristische Schriften, dass BGB liegt oben auf. Ich frage sie, warum sie hier im Cafe lernt. Sie antwortet mir: „Morgens bin ich in der Unibibliothek. Für den ganzen Tag ist es mir dort zu ruhig. Ich brauche diese Café Atmosphäre zur Inspiration und Eigenmotivation. Hier kann ich gut lernen.“

Das mobile Internet erweitert die Kommunikation im öffentlichen Raum. Wissen wird von überall her zugänglich. Diesen Text diktiere ich mit Siri, Sekunden später ist er auf der Webseite. Städte brauchen ein kommunikatives Ambiente. Es dient der Lebensqualität und der Attraktivität des Standortes. Der Deutsche Bundestag wird in den kommenden Wochen die Störerhaftung im Telemediengesetz aufheben. Damit ist der Weg frei für mehr offene WLAN Netze in Deutschland. Auch das wird das Thema Bildung beflügeln.

0

WLAN für alle – Störerhaftung soll beseitigt werden

Der Deutsche Städte und Gemeindebund begrüßt die Überlegungen der Koalitionsfraktionen, im Telemediengesetz die Störerhaftung zu beseitigen. Damit wird der Weg auch für Kommunen frei WLAN ohne Haftungsrisiko im öffentlichen Raum, insbesondere in Einrichtungen wie Schulen, Bibliotheken, Rathäusern und auf öffentlichen Plätzen anzubieten.

Viele Kommunen haben bisher gezögert, wegen des Haftungsrisikos freies WLAN anzubieten, beispielsweise in Flüchtlingsheimen. Deutschland befindet sich, was die öffentliche WLAN-Nutzung betrifft, im internationalen Vergleich allenfalls im Mittelfeld. Eine auskömmliche Internetkommunikation wird aber immer wichtiger und damit zu einem bedeutenden Standortfaktor in den Städten und Gemeinden. Ein offenes WLAN in Kommunen steigert die Attraktivität des ÖPNV, verbessert Stadtführungen zum Beispiel durch Interaktionen mit der Geschichte von Denkmälern über Smartphones. Stadt-Apps werden für Bürger und für Touristen zusätzliche Bedeutung bekommen. Ziel ist es, kommunikative Städte und Gemeinden zu schaffen.

Seit dem Jahr 2010 gilt in Deutschland das Prinzip, dass der Betreiber eines WLAN-Hotspots für mögliche Vergehen seiner Nutzer haftbar gemacht werden kann, selbst wenn er von den Verstößen gar nichts wusste. Das gilt etwa beim illegalen Kopieren von Filmen oder Musik. Wer sein WLAN für andere Nutzer öffnet, riskiert also mindestens eine Abmahnung. Ausgenommen von der Haftung sind allerdings bisher große Provider wie zum Beispiel die Deutsche Telekom oder Vodafone. Jetzt soll jeder Anbieter, etwa der kleine Café-Betreiber dieses Haftungsprivileg nutzen können. Eine sogenannte Vorschaltseite mit Warnhinweisen oder eine Passwortsperre wären nach der Neuregelung nicht mehr notwendig.

Die jetzt vereinbarten Änderungen sollen in der kommenden Woche im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen werden. Dann könnte der Deutsche Bundestag voraussichtlich noch im Mai das Gesetz beschließen.

0

Inhalt Zehn-Minuten-Internet Newsletter vom 8.5.2016

Im Z-M-I, dem Zehn-Minuten-Internet Newsletter berichte ich jeden Sonntag über interessante Links (heute u.a. zur Republica 2016 in Berlin) aus dem Internet für Bürgermeister, Ratsmitglieder und Kandidaten. zmiheader_4_copy-5

In der Ausgabe vom 8. Mai geht es um Verwaltungsinnovationen 2018 in Südtirol, den sicheren Abschied vom analogen Ausweis in Österreich, Abitur Online, Unterkünfte für Flüchtlinge in Hamburg, die NotfallQR in Geestland, den Blog Kommunaldialog, das Begriffspaar Hightech – Hightouch, den DBAccelerator und die Republica 2016 in Berlin. 

Kopf der Woche: Frank Baranowski

Buch der Woche: „Einfach denken!“ von Richard E. Nisbett

Webseite der Woche:  http://www.unperfekthaus.de

Lokalmedium der Woche: www.aib-stimme.de

Tweet der Woche Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld

Zu guter Letzt: 2016 UPDATE: WHAT HAPPENS IN ONE INTERNET MIN

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier

Der ZMI kann kostenlos hier abonniert werden.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr Franz-Reinhard Habbel

0

AfD: Angst und Abschottung auch bei der Digitalisierung

Im Parteiprogramm der AfD wird gefordert , deutsche Literatur nur im Inland zu digitalisieren. (Foto:Habbel)

Im Parteiprogramm der AfD wird gefordert , deutsche Literatur nur im Inland zu digitalisieren. (Foto:Habbel)

Kommentar von Franz-Reinhard Habbel
Muss man sich bei der Digitalisierung auch mit der AfD auseinandersetzen? Ja, man muss. Der Text im Grundsatzprogramm, der auf dem Bundespartei am vergangenen Wochenende in Stuttgart diskutiert wurde, zeigt ein Weltbild besonderer Art. Es geht um Angst und Abschottung.

Zwar wird die Digitalisierung als Chance und Herausforderung gesehen, der Focus richtet sich aber ausschließlich auf den Datenschutz. Im dem Entwurf des Bundesvorstands zum Programm heißt es: „Die öffentliche Verwaltung arbeitet auf allen Ebenen mit sensiblen Daten der Bevölkerung. Dabei werden in der Regel Computer mit Betriebssystemen und Software ausländischer Hersteller eingesetzt. Für Sicherheitsaktualisierungen können diese Hersteller jederzeit auf diese Computer zugreifen. Die Benutzer haben keine Möglichkeit die Aktualisierungen zu prüfen. Diese Zugriffsmöglichkeiten sind intransparent und können auch durch Cyber‐Kriminelle oder Geheimdienste ausgenutzt werden. Die Angriffsvektoren für Cyber‐Krieg sind dadurch vielfältiger.“ Die AfD fordert deshalb „zumindest für die öffentliche Verwaltung in Deutschland den Einsatz von Betriebssystemen und Programmen, die über quelloffene Software erstellt wurden und die im Vorfeld überprüft werden konnten, ob unautorisierte Zugriffe möglich sind“. Weiter wird im Programm darauf hingewiesen, dass in Deutschland nicht nur die staatlichen Stellen vorwiegend mit nicht in Deutschland hergestellter Software arbeiten. „Ein ungewollter Informationsabfluss sei nicht nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich“, heißt es weiter. Gefordert werden nationale Software-Entwicklungen. Die Hardware der Verwaltungen sei aus Sicherheitsgründen zentral zu beschaffen und auf Manipulationen zu prüfen. Eine im Inland erfolgte Montage geprüfter Hardwarekomponenten würde die sichheitstechnischen Anforderungen weiter erhöhen. Allen ernstes wird darüber hinaus gefordert, deutsche Literatur nur im Inland zu digitalisieren. Wörtlich: „ Die Digitalisierung der Deutschen Literatur ist eine von Deutschland zu leistende Aufgabe. Nur die eigene Bevölkerung und deutsche Literaturfachleute können deutsche Literaturwerke gewichten. Möglichen Lizenzzahlungen an ausländische Unternehmen zum Lesen digitaler deutscher Literatur ist durch Gesetzgebung vorzubeugen.“ Hat man da wo möglich Angst, Goethe, Schiller & Co. könnten im Ausland verfremdet werden? Seit wann bestimmt die Herkunft und nicht der Quellcode über die Sicherheit eines Systems? Wann kommt die deutsche AfD-Kreditkarte? Warum nicht gleich das IPhone verbieten? Da stammt noch nicht einmal die Verpackung aus Deutschland.